Maine Coon



Entstehung der Rasse

Um die Entstehung der Maine Coon ranken sich viele Mythen. Das rein technisch Unmöglichste ist, dass sich eine Hauskatze aus dem Bundesstaat Maine mit einem Waschbären gekreuzt hat. Viele weitere Geschichten gibt es über Kapitäne, die diese Tiere eingeschleppt haben sollen.
Viel wahrscheinlicher ist die Möglichkeit, dass diese Rasse durch simple, natürliche Selektion entstand. Genau wie die Norwegische Waldkatze und die Sibirische Waldkatze, die ja aus ähnlichen klimatischen Bedingungen auf selber geographischer Breite entstanden sind. Genetisch ist sie mit den Hauskatzen in der New Yorker Gegend verwandt.
Erstmals wurde diese Katze in den 1850er Jahren erwähnt, bekannt und dann als Maine Katze beliebt.
Die „Maine Cat“ wurde erst viel später als „Maine Coon“ offiziell zur Rassekatze.
Zuerst 1968 vom MCBFA, 1976 bei CFA, die 1979 gegründete TICA akzeptierte sie von der Gründung an und 1983 zog auch die FIFè nach.

Der „Look“

Die Maine Coon ist „großrahmig“ und hat ein   langes, dichtes und wasserabweisendes Fell. Sie besitzt einen langen  „waschbärartigen“ Schwanz. Aus den Ohren und zwischen den Zehen ragen Fellbüschel hervor. Die beliebten Luchspinsel auf den großen Ohren sind erwünscht und verleihen dieser Katze einen tollen Look. Sie zählt neben der Ragdoll und den Norwegischen Waldkatzen zu den größten und schwersten Katzen. Während Weibchen 4 – 7,5 Kilo auf die Waage bringen, wiegen Männchen zwischen 7-9 Kilo und sind in der Regel um einiges größer. Natürlich gibt es bei beiden Geschlechtern Ausnahmen und es wurden schon Tiere mit über 12 Kilo gezogen.
Die Maine Coon ist etwa erst mit drei bis vier Jahren ausgewachsen. Man kann sagen, dass sie in den ersten zwei Jahren den „Rahmen“ aufstellt, welchen sie in den nächsten Jahren ausfüllt. Daher wirken die Jungtiere oftmals schlaksig und mager. Zumindest nach meiner Empfindung und Erfahrung.

Das Wesen

Zum Wesen kann ich nur sagen… einmal Maine Coon, immer Maine Coon.
Die Maine Coon ist ein unglaublich begabter Jäger und auch ältere Tiere sind noch sehr verspielt, oder teilweise sogar richtig kindisch. Sie ist eigentlich immer freundlich und aufgeschlossen gegenüber Neuem.  Nicht nur der Schwanz ist waschbärartig, sondern auch vieles an ihrem Verhalten. Die Vorliebe zum Beispiel alles mit ihren Pfoten zu erkunden.
Das Futter wird wird sehr leidenschaftlich mit den Pfoten herausgegriffen und verspeist, Türgriffe stellen kein Hindernis dar und sein Abflusssieb sucht man besser gleich bei der Katze. Mit der ständigen Wasserpfütze um den Napf muss man sich ebenfalls abfinden, den diese Katzen lieben das Wasser und spielen gerne damit. Das Apportieren liegt vielen dieser Rasse im Blut und auch ich durfte diese Erfahrung schon des öfteren machen.
Die Maine Coon ist eine sehr soziale Katze und soll auf keinen Fall alleine gehalten werden. Allgemein finde ich die Einzelhaltung bei Wohnungskatzen sehr schlimm und gebe meine Tiger nicht in Einzelhaft ab.
Unsere Katzen sind sehr verträglich mit Hunden und genießen auch die Zeit mit den „anderen“ Vierbeinern. Sie sind sehr gesprächig und plaudern den halben Tag mit gurrenden Lauten vor sich hin. Und nach der Arbeit oder einem längeren Einkauf, kann es schon passieren, dass Ihnen ihre Maine Coon stolz erzählt was sie den ganzen Tag so spannendes erlebt hat. Sie wird da sein wenn Sie heim kommen, aber auch bis Sie den Einkauf weggeräumt haben und unter der Dusche sind Sie nie mehr allein. Und selbst beim Möbelaufbau oder anderen Projekten wird sie ununterbrochene Gesellschaft leisten, tatkräftig beim Verteilen der Stifte und Kartonschnipsel helfen und Teil Ihres Lebens sein.
Am besten beschreibe ich es so…

Eine Maine Coon lebt nicht bei Ihnen, sondern mit Ihnen.

Dieser Wesenstext wurde nicht abgekupfert, das sind meine eigenen Erfahrungen mit diesen unglaublichen Tieren!