Ernährung


Fertigfutter, B.A.R.F & Co.

Unsere Katzen gehören trotz der Domestizierung zu den Carnivoren, was aus dem Lateinischen kommt und Fleischfresser bedeutet. Zur natürlichen Beute der Katze gehören kleine Säugetiere wie Mäuse, aber auch Vögel und Käfer.

Heutzutage ist es wirklich schwer alles richtig zu machen. Das Angebot ist riesig und schöne Bilder von glücklichen Katzen und die schillernden Farben der Döschen in Tierfutter-Regalen sollen unseren Kauf beeinflussen. Gerade die Marke Whiskas rührt mit tollen Bildern und Videos die Werbetrommel bis auf Anschlag. Unerfahrene Tierhalter lassen sich stark beeinflussen und kaufen solchen „Müll“ unter bester Absicht für ihren Liebling.

Ich selbst habe am Anfang über ein Jahr gebarft und bin nach einer Trennung und dem dadurch verbundenen Umzug auf Fertigfutter in Form von Trockenfutter und Dosenfutter umgestiegen.

Meine liebe Freundin Sarah hat mir das Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ geliehen und die erneute Umstellung auf B.A.R.F fiel mir dadurch doppelt so leicht.

Bitte lesen Sie dieses Buch, es wird Ihnen die Augen öffnen!


Domestizierte Katzen haben leider oft Nierenprobleme und durch diese Häufigkeit  schleicht sich langsam aber sicher ein riesen Fehler in der Gesellschaft ein. Anstatt die Ursache zu beheben, verabreichen wir Medikamente und füttern wieder dasselbe Futter. Doch dieses mal mit Spezialfähigkeiten wie es zum Beispiel das „Royal Canin Renal Feline – Niere gut, alles gut“ hat.

Wenn man bedenkt, dass über 90 Prozent solcher Krankheiten durch falsche Fütterung ausgelöst werden, ist es das dann nicht wert die Fütterung etwas zu überdenken ?

Die meisten Katzen sind keine großen Trinker und wenn man bedenkt, dass das natürliche Futter der Katze mehr als 60 Prozent Flüssigkeit enthält, ist das auch plausibel. Dem so beliebten Trockenfutter ist sämtliche Feuchtigkeit auf unter 10 Prozent entzogen. Vielen Besitzern fällt dieser Flüssigkeitsmangel leider nicht auf, da die Katze nach dem Fressen oft zum Wassernapf spaziert. Jetzt bedenken Sie, das die Katzen nun diese 50 Prozent zusätzlich ausgleichen muss. Das ist als würden Menschen mit schwachem Durstgefühl nur trockene Haferflocken essen, die im Magen erst quellen und Flüssigkeit entziehen. Nierenprobleme sind hier bei nachteiliger Genetik auf Dauer vorprogrammiert.


So füttern wir…

Uns ist die gesunde Ernährung der Tiere sehr wichtig ! Da unsere Katzen nicht die Möglichkeit haben, sich ihr Futter selbst zu beschaffen, liegt es in unserer Hand sie so ausgewogen und artgerecht als möglich zu ernähren. Gut und gesund zu füttern bedeutet mehr als das Tier nur satt zu machen, es bedeutet viel Verantwortung und Zeit!

Wir teilbarfen unsere Katzen und füttern hochwertiges Nassfutter (ohne Getreide)  bei den beiden Hauptmahlzeiten morgens und abends. Was barfen genau bedeutet und wie es funktioniert erfahren Sie weiter unten im nächsten Abschnitt. Regelmäßig bieten wir gesunde Snacks aus hochwertigen Proteinquellen wie zum Beispiel mit Joghurt, Topfen und Eiern.

Beim Arbeiten mit rohem Fleisch ist Hygiene sehr wichtig

Wir füttern getreidefreies und hochwertiges Nassfutter. Hauptsächlich von Herrmann`s Manufraktur, MjamMjam, Sandras Schmankerl, Granatapet und Feringa.

Wir achten darauf, dass keine Kohlenhydrate beigefügt sind und das Produkt ausschließlich aus hochwertigem Fleisch besteht.

Unser Bio Favorit von Herrmann`s Manufraktur

Auch wenn ich kein Freund von Trockenfutter bin, steht den Katzen zu gewissen Zeiten am Tag hochwertiges, getreidefreies Trockenfutter der Marke Orijen zur Verfügung. Da frisches Fleisch schnell verdirbt, ist gerade im Sommer darauf zu achten das Futterreste gleich nach dem Fressen entsorgt werden. Da Katzen kleine Mägen haben und keine großen Mengen pro Mahlzeit aufnehmen können, ist es mir wichtig auch den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen. Da wir berufstätig sind, war das ein Kompromiss den wir eingegangen sind. An Wochenenden oder im Urlaub verzichten wir darauf aber komplett, da wir hier 3 – 4 mal Nassfutter bereitstellen können.

Die Trockenfutterbar

Leckerlies füttern wir hauptsächlich von Comsa, Orijen, Wilderness und Sandra´s Schmanckerl. Natürlich bekommen auch unsere Lieblinge hin und wieder  „ungesunde“ Naschereien. Wie die meisten Katzen lieben auch sie die Knuspertaschen von Dreamies und für die Plaque-Stop-Chips von Bogadent würden sie alles tun!

Für unsere Naschkatzen

Auch unsere Kitten ziehen wir mit dieser Ernährung groß, was ihnen beim Umzug und der dadurch verbundenen Futterumstellung zugute kommt! Ihnen steht jeder weiter Art der Ernährung offen!


Was bedeutet B.A.R.F ?

Die Abkürzung B.A.R.F leitet sich vom Englischen „BONE AND RAW FOOD“ ab und wird im Deutschen häufig interpretiert als „BIOLOGISCHES ARTGERECHTES ROHES FUTTER“. Zurück zur Natur ist hier das Motto!

Grundsätzlich kann jedes Fleisch und jeder Fisch, der auch für uns unbedenklich ist, verfüttert werden. Schweinefleisch aufgrund des Aujeszky-Virus nicht roh verfüttern! Manche Fischsorten hemmen durch das Enzym Thiaminase die Vitamin B1 Aufnahme im Darm und sollten daher ebenfalls nicht roh verfüttert werden. Darunter zählen vor allem Karpfen, Hering, Hecht, Kabeljau und die Makrele. Durch Erhitzen wird dieses Enzym zerstört!

Um einer Mangelerscheinung vorzubeugen, ist das Zumischen von Nahrungsergänzungsmittel nötig. Ein Mangel kommt durch reine Fleischfütterung langfristig vor allem bei Kalzium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Vitamin A und Vitamin E vor.  Ich füttere Zusätze wie gemahlene Eierschalen (Ausgleich für ein optimales Kalzium – Phosphor Verhältnis), Bierhefe (für B-Vitamine und Biotin), eine Spurenelementmischung, Taurin, Rapsöl und Lebertran (für Omega 3 Fettsäuren,Vitamin A und D).

Mit den Zusätzen Grünlippenmuschelmehl, Teufelskrallen-Pulver und Spirulina befasse ich mich erst seit kurzem und beginne bald diese zu füttern. Erfahrungsberichte folgen dann.


Hier erwerbe ich meine B.A.R.F. – Zusätze und bin mit der Qualität sehr zufrieden.


Das Für und Wider


  • gesunde, artgerechte und naturnahe Ernährung
  • hohe Geruchs- und Geschmacksintensität für Ihre Katze
  • Kaubedürfnisse werden befriedigt
  • erhöhte Reinigung der Zähne durch intensives Kauen
  • individuelle Anpassung, ganz nach Geschmack Ihres Vierbeiners
  • erhöhte Flüssigkeitszufuhr
  • entgegenwirken von Futtermittelallergien
  • finanziell keine große Mehrbelastung

  • durch falsche Umsetzung gibt es leider oft Mangelerscheinungen bei Anfängern
  • sammeln von vielen Informationen und Sachkenntnissen
  • erhöhter Zeitaufwand für den Einkauf und die Vorbereitung
  •  mehr Platz in der Kühltruhe wird gebraucht

Bei mehr Interesse schnuppern Sie sich am besten durch dieses Buch!


Schlusswort

Barfen ist natürlich eine komplexere Angelegenheit als das Füttern von Fertigfutter!

Ich empfehle bei Zeitmangel eher hochwertiges, getreidefreies Dosenfutter!